Einlass ab 18.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Stephan Fliedner
Direktor der Bibliotheken der Stadt Mainz
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Franz Vlasdeck war ein Mainzer Bildhauer und betätigte sich in der Zeit der Weimarer Republik als Bauunternehmer. Nach dem Abzug der französischen Besatzung im Jahr 1930 kaufte er mehr als 500 Wohnungen in Mainz, Gonsenheim und Kastel, die bis dahin von französischen Armeeangehörigen bewohnt waren.
Dieses Vorhaben war Vlasdecks Versuch, sein Bauunternehmen zu erhalten, was jedoch scheiterte: Der umfangreiche Wohnungsbestand musste ab 1932 zwangsverwaltet werden. Im Archiv der Stadt Mainz gibt es einen umfangreichen Bericht des Zwangsver-
walters Dr. Hans Gärdes aus dem Jahr 1935. Neben vielen Zahlen und Erläuterungen sind dort alle Grundrisse und Fotos des Vlasdeck’schen Häuserbestandes enthalten.
Anhand dieser Unterlagen werden die Lokationen dieser Anwesen sowie deren Entwicklung in der NS-Zeit, im Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart besprochen.
Dipl. math. Axel Kiltz lebt in Mainz-Gonsenheim in einem der dortigen „Vlasdeck-Häuser“, auch „Klein Frankreich“, genannt. Seit Beginn seines Ruhestands 2016 ist er als ehrenamtlicher Historiker tätig.
Er war Stadtteilhistoriker im Westend Frankfurt; die daraus entstandene Monografie kann online bei der Gerda Henkel Stiftung angesehen und heruntergeladen werden.
Mehrere Beiträge zu der Region Nahetal erschienen im Portal Regionalgeschichte.net. Als Mitglied des Gonsenheimer Geschichtsvereins verfasste und hielt Axel Kiltz Vorträge zu Mainzer und Gonsenheimer Geschehnissen.