Einlass: 17:30 Uhr
In lockerer Runde wechseln sich im Atelier von Christiane Schauder Jazz und Gespräche unter Beteiligung des Publikums ab. Bei Getränken und kleinen Snacks haben die Zuhörer die Gelegenheit, sich im direkten Kontakt über alltägliche und besondere Fragen des heutigen lebendigen Judentums in Deutschland auszutauschen und vielleicht Fragen zu stellen, die sie eigentlich immer schon einmal stellen wollten.
Die Gastgeberin und ihre Gäste sind sich sicher, dass der unerträgliche, zunehmende Judenhass der letzten Zeit, den, wie wir glaubten, in unserem Land nie wieder erleben zu müssen, oft auf Uninformiertheit und Vorurteilen beruht. Dies zu ändern, ist die Absicht dieses Abends, er soll ein Plädoyer für gegenseitiges Verständnis und friedfertiges Miteinander sein, das es auch bei uns seit vielen Jahrhunderten schon gab. Wie soll sich Frieden in der Welt herstellen lassen, wenn wir es selbst in unserer unmittelbaren Nähe nicht schaffen?
Eddy Sonnenschein ist Schlagzeuger. Er hat in Mainz Jazz- und Popularmusik studiert, komponiert und improvisiert. Er ist Jude mit Wurzeln in Rumänien, Italien und Deutschland, mit einer Mutter in Norddeutschland und einer Schwester in Tel Aviv, mit Großeltern, die die Schoa überlebten. In seiner Musik versucht er, den Prozess seiner Selbstvergewisserung zu bündeln, mit persönlichem biografischem Hintergrund. Noch einmal verändert habe seine Positionierung das Geschehen vom 7. Oktober 2023 in Israel. Jetzt erst recht wolle er sich nicht verstecken, sagt Eddy Sonnenschein. »Ich bin stolz darauf, ein jüdischer Musiker zu sein.« Mag sein Leben wie ein Puzzle sein, die jüdische Identität bildet den Rahmen. (Jüdische Allgemeine Zeitung).
Der WDR über seine CD: „Wunderbar luzide, sanft melancholische Musik, bei der alle vier Musiker sehr ökonomisch agieren und keinen Ton zu viel spielen“. Besetzung: Lukas Wögler (Saxofon), Valentin Melvin (Piano), Grégoire Pignède (Kontrabass), Edoardo Sonnenschein (Schlagzeug, Komposition).
Sophia Ryshina ist Doktorandin an der Universität Mannheim und forscht zum Thema Diskriminierung im Wirtschaftsleben.
Eintritt frei – angemessene Spenden gebeten.
Anmeldung per Email an mail@christiane-schauder.de - Tel.: 0172-6120766