Einlass ab 18:30 Uhr
Die Referentin Dr. Heike Schau-Noppel vom Deutschen Wetterdienst wird die Ergebnisse der von ihr als Teil des KLIMPRAX-Projekts "Stadtklima" durchgeführten Modellrechnungen vorstellen. Dazu gehören die teils überraschenden Wege der Kaltluft aus den Außenbereichen bis in die Stadtteile sowie die Entwicklung der Temperaturen der städtischen Wärmeinseln bis 2060.
Demnach wird vor allem die Anzahl der sogenannten Tropennächte in dicht bebauten Bereichen stärker zunehmen als in locker oder unbebauten Gebieten. Kaltluftabflüsse aus den unbebauten Flächen der städtischen Randbereiche spielen dabei eine unverzichtbare Rolle für die Belüftung der Stadt.
Ergänzt wird diese Darstellung durch aktuelle Daten zur Temperaturentwicklung in Rheinland-Pfalz. Das KLIMPRAX-Projekt (Klimawandel in der Praxis) des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie hat sich bereits zwischen 2014 und 2019 mit dem Stadtklima am Beispiel der beiden Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden und der zunehmenden Hitzebelastung beschäftigt. Als Ergebnis wurde ein Handlungsleitfaden für Kommunen entwickelt, der zahlreiche Empfehlungen lieferte, welche Maßnahmen berücksichtigt werden sollten, um sich dem Klimawandel bestmöglich anzupassen.
Die Stadt Mainz hat 2019 offiziell den Klimanotstand erklärt, um weiterreichende Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels rechtfertigen zu können.
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