„Ein berührender Kurzfilm über Demenz mit einfühlsamer Inszenierung“ – so urteilte die Presse über den Kurzfilm SCHWARZMOLL von Alessia Mandacini. In ihm macht sich die siebenjährige Karla auf die Suche nach Beweisen für die von Demenz geprägte Realität ihrer Großmutter.
Karla verbringt gerne Zeit bei ihrer Oma Bellstedt. Neuerdings sieht sie aber immer wieder einen Schwarzmoll in ihrer Wohnung. Während Klaras Mutter Astrid überlegt, die Oma in ein Heim zu geben, beschließt Klara, den Schwarzmoll als Beweis zu fangen. Die Filmemacherin Alessia Mandanici erzählt basierend auf eigenen Erfahrungen mit ihrer Großmutter eine Geschichte, die sich mit der Demenz-Erkrankung der Oma aus Sicht der Enkelin beschäftigt. Dabei nimmt der Film konsequent den Blick der jungen Karla ein, die hervorragend von Finja Leonie Meyer gespielt wird. Mit ihr sehen wir, dass ihre Oma eigenständig und cool ist. Klara steht fest an ihrer Seite und akzeptiert, dass es auch Fabelwesen gibt. Im Gegensatz dazu erfahren wir durch die Gespräche der Mutter, wie anders das von den Erwachsenen wahrgenommen wird. Hier geht es um die Frage, die Mutter ins Heim geben zu müssen. Dies widerfährt vielen Familien – wie geht man mit dem Alter und dem Erkranken geliebter Menschen um? SCHWARZMOLL kann dazu einen Beitrag leisten und jungen Menschen diese Situation, die viele Kinder miterleben, näherbringen und erklären. Doch auch für erwachsene Zuschauer funktioniert der Film als zarte Familiengeschichte sehr gut. Das liegt auch an der Inszenierung, die die Geschichte absichtlich in eine romantisierte Umgebung versetzt. Dafür hat sie ein zauberhaftes Städtchen aus mehreren Orten in Rheinhessen kreiert und verleiht der Geschichte, die im Kern realistisch ist, einen beinahe märchenhaften Rahmen.
Zur Filmvorführung im Atelier Christiane Schauder sind die Regisseurin Alessia Mandanici und mehrere Mitwirkende anwesend. Als besondere Zugabe wird die Regisseurin gemeinsam mit dem Pianisten René Fleck eigene Lieder präsentieren.
Alessia Mandanici ist Autorin und Regisseurin deutsch-italienischer Herkunft. Die gebürtige Mainzerin entdeckte während ihres Designstudiums in Wiesbaden ihre Leidenschaft für den Film. Nach mehrjähriger freiberuflicher Tätigkeit als Kamerafrau, Editorin und Designerin in Berlin zog sie für ein Film-Masterstudium an der NYU Tisch School of the Arts nach New York City, wo sie im Mai 2023 mit einem Master of Fine Arts mit Schwerpunkt Drehbuch und Regie graduierte. Seit Herbst 2024 ist sie in Deutschland als freie Filmschaffende tätig und arbeitet derzeit an ihrem Spielfilm-Debüt.
Eintritt frei, Anmeldung erbeten an mail@christiane-schauder.de
Tel.: 0172-6120766