Tonnenweise Lebensmittel landen täglich im Müll, obwohl sie noch genießbar sind. Um ein Zeichen gegen diese Verschwendung zu setzen, lädt foodsharing Mainz am zum Tag der Lebensmittelrettung ein.

(Foto: © foodsharing Mainz)
Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion macht foodsharing Mainz in Kooperation mit dem Agenda-Büro der Landeshauptstadt Mainz auf das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung aufmerksam und zeigt, wie viele noch genießbare Lebensmittel täglich vor der Entsorgung bewahrt werden können. Dazu stellen die Mainzer Foodsaver:innen alle nicht kühlpflichtigen Lebensmittel aus, die in den 24 Stunden zuvor bei kooperierenden Betrieben gerettet wurden. Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 16:00 Uhr auf dem Leichhof statt und bietet ein buntes Programm für die ganze Familie. Der Tag der Lebensmittelrettung ist dabei Auftakt der bundesweiten Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und soll auf die massiven ökologischen und ökonomischen Folgen der Verschwendung aufmerksam machen.
Im Mittelpunkt des Mainzer Aktionstages steht das praktische Erleben, wie wertvoll unsere Nahrungsmittel sind. Besucher:innen erwartet ein vielfältiges Angebot:
„Jedes weggeworfene Lebensmittel ist eines zu viel“, erklärt Dr. Sabine Gresch vom Agenda-Büro der Stadt Mainz. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir zeigen, dass Lebensmittelretten nicht nur wichtig für die Umwelt ist, sondern auch unglaublich viel Spaß macht und leicht in den Alltag integriert werden kann.“ Eva Benz ist seit 2021 foodsharing-Botschafterin für den Bezirk Mainz und ergänzt: „Die offiziellen Statistiken des BMLEH besagen, dass der meiste Lebensmittelmüll in privaten Haushalten entsteht. Dennoch möchten wir von foodsharing mit unseren Aktionen darauf hinweisen, dass auch die Erzeuger:innen und der Handel in die Pflicht genommen werden müssen, von denen wir diese hier ausgestellten Mengen eingesammelt haben. Hierfür braucht es zum Gegensteuern dringend auch eine gesetzliche Grundlage, um die Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern - vom Acker bis zum Teller“.
foodsharing Mainz
In Mainz rettet die foodsharing-Initiative seit 2013 täglich noch genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung und gibt diese kostenlos u.a. über acht Fairteilerschränke weiter. So sind bisher mindestens 2.890 Tonnen verzehrbare Lebensmittel gerettet worden. Dies entspricht ungefähr dem Gewicht von 1.900 Mittelklassewagen. Aktuell sind etwa 600 Ehrenamtliche für foodsharing Mainz in circa 100 Kooperationen (Supermärkte, Restaurants, Bäckereien, etc.) aktiv.
Neben der praktischen Lebensmittelrettung gehören Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu den zentralen Aufgaben der Initiative. Mit Informationsveranstaltungen, Aktionen und Workshops trägt foodsharing dazu bei, das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu stärken, aber auch ein politisches Umdenken zu bewirken.
Seit 2022 ist die Landeshauptstadt Mainz offiziell foodsharing-Stadt und kooperiert mit foodsharing Mainz regelmäßig bei Veranstaltungen. Mitmachen können alle volljährigen Personen, die sich für mehr Lebensmittelwertschätzung einsetzen wollen. Weitere Infos gibt es auf www.foodsharing-mainz.de.
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