Frankreich 2007, 91 Min., deutsche Fassung
Ismael (Louis Garrel) und Julie (Ludivine Sagnier) lieben sich. Es kriselt aber auch – erst recht, als Ismaels Kollegin Alice (Clotilde Hesme) mit ins gemeinsame Bett kommt. Doch das Schicksal entreißt Julie der Ménage à trois. Ismael flieht vor allen alten Bindungen. Erst der bis über beide Ohren verliebte Abiturient Erwann (Grégoire Leprince-Ringuet) schafft es, Ismaels Mauern zu durchbrechen.
Ein Januar-Film über Abschied und Aufbruch, ein atmosphärischer, fast dokumentarischer Paris-Film, ein tieftrauriges Drama, ein Musical voller Gefühl und Humor, ein zartes Melodram über den Beginn einer schwulen Liebe – und ein Film mit Figuren, die sich ihren eigenen Weg jenseits solcher Labels suchen. Der schnell und mit leichter Hand im Stil der Nouvelle Vague gedrehte Streifen von Christophe Honoré, dessen Inszenierung Raum für kleine dramaturgische Brüche und verspielte Elemente lässt, feiert die Liebe in all ihren Facetten und gilt schon jetzt als Klassiker.
Gefördert vom Queer*referat im AStA der Uni Mainz
Eintritt frei, Spenden für GEMA-Kosten erwünscht